Ulmen-Fall gezielt eingesetzt um Zensurgesetz durchzudrücken! – Hopf & Kettner #14
1. April 2026 · Philip Hopf & Dominik Kettner
Darum geht's in dieser Folge
- Der Fall Colline Fernandez vs. Christian Ulmen wird kritisch hinterfragt: Viele zunächst als Fakt dargestellte Vorwürfe sind juristisch nicht belegt, die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen mangels Beweisen zurückgestellt, und Ulmens Anwalt Christian Schertz geht rechtlich gegen die Spiegel-Berichterstattung vor.
- Die Spiegel-Journalistin Juliane Löffler räumt offen ein, die Veröffentlichung bewusst auf den Zeitpunkt abgestimmt zu haben, an dem Justizministerin Stefanie Hubig ihr digitales Gewaltschutzgesetz präsentierte – ein koordiniertes Zusammenspiel von Medien und Politik.
- Die steuerfinanzierte NGO HateAid, vom Landgericht Hamburg als „Vorfeldorganisation der Grünen" eingestuft, war offenbar frühzeitig über den Fall informiert und traf sich bereits im Oktober 2025 mit Hubig – lange bevor der Fall öffentlich wurde.
- Hubigs geplantes Gesetz geht weit über Deepfake-Verbote hinaus: Klarnamenpflicht, IP-Adressspeicherung, Chatkontrolle und die Kriminalisierung „ehrverletzender" Inhalte könnten Meinungsfreiheit und Anonymität im Netz massiv einschränken – Juristen warnen bereits.
- Dem medialen Aufschrei über eine „digitale Vergewaltigung" wird die Stille bei realen Gruppenvergewaltigungen gegenübergestellt: Statistisch zwei pro Tag in Deutschland, darunter Fälle aus Berlin-Neukölln, Pfaffenhofen und Osnabrück – bei denen weder Demonstrationen noch vergleichbare Medienberichterstattung stattfinden.
- Die Hosts sehen hinter dem orchestrierten Skandal den Aufbau einer digitalen Kontrollarchitektur – von EU-Pflichtidentität (EUDI-Wallet) bis zu einem möglichen Sozialkreditsystem – und rufen dazu auf, sich nicht durch gezielte Spaltung zwischen Männern und Frauen instrumentalisieren zu lassen.
Der Fall Ulmen-Fernandez: Medienskandal oder gezielte Kampagne für neue Zensurgesetze?
Zwei Gruppenvergewaltigungen pro Tag in Deutschland – und niemand geht auf die Straße. Doch seit der Fall Colline Fernandez und Christian Ulmen die Medienlandschaft dominiert, gibt es plötzlich Massendemonstrationen gegen virtuelle Vergewaltigung. Philip und Dominik wollten dieses Thema ursprünglich nicht anfassen – zu boulevardesk, zu aufgeladen. Doch was sich in den letzten Tagen an Ungereimtheiten aufgetan hat, machte eine Auseinandersetzung unvermeidlich.
Was bisher geschah – und was davon noch haltbar ist
Die Vorwürfe gegen Christian Ulmen klangen zunächst erschütternd: Er soll Fake-Profile unter dem Namen seiner Ex-Frau erstellt, pornografische Inhalte verbreitet und darüber sexuelle Kontakte mit etwa 30 Männern geführt haben – angeblich aus einem Degradierungsfetisch heraus. Philip und Dominik beschreiben ihre erste Reaktion als pures Entsetzen.
Doch dann begann das Narrativ zu bröckeln:
- Die angeblichen Deepfakes waren laut späterer Klarstellung keine erkennbaren Abbildungen von Fernandez selbst
- Die Staatsanwaltschaft legte das Verfahren wegen mangelnder Beweise ad acta
- Christian Ulmen hat öffentlich kein einziges Wort gesagt – geschweige denn gestanden. Sämtliche „Geständnisse" basieren ausschließlich auf Fernandez' eigenen Aussagen
- Ulmens Anwalt Christian Schertz dementiert alle Vorwürfe vollständig und leitet rechtliche Schritte gegen die Spiegel-Berichterstattung ein
- Die Polizei Hamburg verneinte die behauptete Bedrohungslage, wegen der Fernandez angeblich Polizeischutz benötigte
- Das Verfahren in Spanien wurde ausgesetzt, weil Fernandez nicht mitgewirkt haben soll
„Unser Mandant hat zu keinem Zeitpunkt Deepfake-Videos von Frau Fernandez oder anderen Personen hergestellt und/oder verbreitet. Entsprechende Darstellungen sind falsch."
Besonders auffällig: Fernandez erklärte bei Karen Miosga, es handle sich nicht um einen Deepfake-Fall – teilte kurz darauf auf Instagram aber einen Beitrag, der genau das Gegenteil kommunizierte.
Der Spiegel als Sturmgeschütz: Timing ist alles
Das vielleicht brisanteste Detail lieferte eine Spiegel-Journalistin selbst. Juliane Löffler gab offen zu, dass die Veröffentlichung der Titelgeschichte bewusst auf einen bestimmten Zeitpunkt gelegt wurde – nämlich genau dann, als Justizministerin Stefanie Hubig ihr digitales Gewaltschutzgesetz öffentlich diskutierte.
Philip bringt es auf den Punkt: Journalisten sind zur Neutralität verpflichtet. Die Vorwürfe sollen bereits Weihnachten 2024 im Raum gestanden haben. Die Trennung erfolgte erst ein Jahr später. Und die Presse wartete dann noch einmal Monate – bis der politisch günstigste Moment gekommen war. Das ist das Gegenteil journalistischer Neutralität.
Nur Stunden nach der Spiegel-Veröffentlichung hatte Hubig ein fertiges Gesetz gegen digitale Gewalt parat und verkündete:
„Ich mache keinen Unterschied zwischen analoger und digitaler Gewalt."
HateAid: Die steuerfinanzierte NGO im Hintergrund
Hinter den Kulissen taucht immer wieder ein Name auf: HateAid. Was die meisten nicht wissen:
- HateAid ist eine steuerfinanzierte NGO, die seit Jahren für strengere Internetbeschränkungen lobbyiert
- Das Landgericht Hamburg urteilte, man darf HateAid eine Vorfeldorganisation der Grünen nennen
- Als sogenannter Trusted Flagger gehört HateAid zu den offiziellen Zensoren der Bundesregierung, gesteuert über die Bundesnetzagentur
- 2024 erhielt HateAid 1,277 Millionen Euro aus öffentlichen Förderungen – unter anderem vom Bundesjustizministerium
- HateAid macht Menschen für vollkommen legale Meinungsäußerungen vor Gericht verantwortlich
Die HateAid-Geschäftsführerin Annelena von Henberg war nach eigener Aussage bereits Monate vor der Veröffentlichung über den Fall Fernandez informiert – und traf sich am 14. Oktober 2025 mit Justizministerin Hubig, um über digitale Gewalt und bildbasierte sexualisierte Gewalt zu sprechen. Fernandez war zudem bereits 2023 HateAid-Testimonial zum Thema Porno-Deepfakes. Eine Anfrage von Apollo News ließ HateAid unbeantwortet.
Die Miosga-Sendung: Nur eine Seite darf sprechen
Bei der ARD-Sendung mit Karen Miosga saßen Justizministerin Hubig und Colline Fernandez vor der Kamera. Ulmens Anwalt Christian Schertz hatte im Vorfeld Kontakt zum Sender aufgenommen – und wurde abgewiesen. Er sei „nicht benötigt". Die Öffentlichkeit hat ein massives Interesse an diesem Fall, gerade weil er politische Dimensionen hat. Und trotzdem soll die Gegenseite nicht gehört werden?
Die echten Fälle, über die niemand spricht
Während tausende Menschen wegen einer virtuellen Vergewaltigung auf die Straße gehen, bleiben die realen Fälle unsichtbar. Philip und Dominik legen einige davon offen:
Berlin-Neukölln, Januar 2026
Ein 16-jähriges Mädchen wurde von neun arabischstämmigen Jugendlichen in einem Jugendzentrum vergewaltigt. Das Jugendamt Neukölln wusste seit Ende Januar davon – und erstattete keine Anzeige. Laut Tagesspiegel wollte man „intern den Ball flach halten, um keine Vorurteile gegen die arabischstämmigen Tatverdächtigen zu schüren". Täterschutz statt Opferschutz. Gegen die Jugendstadträtin Sara Nagel (Die Linke) läuft ein Ermittlungsverfahren wegen Strafvereitelung im Amt.
Pfaffenhofen, Februar 2026
Eine 42-jährige Frau wurde von einem 30-jährigen mehrfach vorbestraften abgelehnten Asylbewerber aus Nigeria vergewaltigt. Er belästigte sie im Zug, folgte ihr am Bahnhof, schlug sie nieder. Das Opfer stellte sich tot, um zu überleben.
Hannover, März 2026
Eine 27-jährige Ukrainerin wurde von einem 35-jährigen iranischen Asylbewerber in einer Gartenlaube mit einem Messer bedroht und vergewaltigt. Urteil: sechs Jahre Haft – in Abwesenheit. Der Täter ist flüchtig.
Osnabrück, Februar 2026
Ein 15-jähriges Mädchen wurde vergewaltigt. Das Gericht verurteilte den Täter zu einer Bewährungsstrafe. Er floh nach England.
Keine Demonstrationen. Keine Solidaritätswellen. Keine Sondersendungen.
Worum es wirklich geht: Die Architektur totaler Kontrolle
Was der Fall Fernandez nach Einschätzung von Philip und Dominik tatsächlich beschleunigen soll, geht weit über den Schutz vor digitaler Gewalt hinaus:
- Klarnamenpflicht im Internet – Bundeskanzler Merz erklärte bereits im Februar 2026: „Wer kritisieren will, muss sich erst einmal ausweisen."
- IP-Adressspeicherung für alle Internetnutzer
- Chatkontrolle auf nationaler Ebene, nachdem sie im EU-Parlament knapp scheiterte
- Ausweitung des Ehrverletzungsparagraphen auf Bilder und Memes – nicht mehr nur geschriebenes Wort
- Die EU-Pflichtidentität (EUDI Wallet) muss bis Ende 2026 in allen Mitgliedstaaten bereitstehen
Hubig will nicht nur Deepfake-Pornografie verbieten, sondern alles, was „ehrverletzend" ist. Juristen warnen bereits vor massiven Einschränkungen der Meinungsfreiheit. Philip zieht die Parallele zur Schwachkopf-Affäre – schon dort wurde der Ehrverletzungsparagraph gegen Bürger eingesetzt, die sich über Politiker lustig machten.
„Die ganze Architektur für die vollständige Kontrolle – digitale ID, Klarnamenpflicht, IP-Adressspeicherung, Chatkontrolle, programmierbares Geld – das ist doch nur die Vorstufe für ein neues Sozialkreditsystem."
Das doppelte Maß
Dominik erinnert daran, dass derselbe Bundestag im Mai 2024 die Mindeststrafe für Besitz und Verbreitung von Kinderpornografie gesenkt hat. Gleichzeitig will man jetzt härteste Gesetze gegen digitale Ehrverletzungen durchdrücken. Philip fasst seine Theorie zusammen: Wer furchtbare Zustände im Land geschaffen hat und sieht, dass der Widerstand immer lauter wird, braucht eine rechtliche Grundlage, um diesen Widerstand einzudämmen. Die Gesetze richten sich nicht gegen die tatsächlichen Täter – sie richten sich gegen die immer größer werdende Gruppe von Menschen, die den Widerspruch wagen.
Auch die Cancel-Kultur rund um Ulmen wirft Fragen auf: Pro7 löschte die Serie Jerks aus der Mediathek, Kooperationen wurden ausgesetzt – alles noch bevor irgendetwas juristisch geklärt ist. Filme von Woody Allen, Roman Polanski oder Harvey Weinstein werden weiterhin gezeigt. Klaus Kinskis Werk ist nach wie vor verfügbar, obwohl seine Tochter ihm schwere Vergewaltigungen vorwarf. Das Löschen der Vergangenheit einer Person, bevor ein Gericht gesprochen hat – das ist kein Zeichen von Gerechtigkeit, sondern von vorauseilendem Gehorsam.
Lasst euch nicht entzweien
Philip schließt mit einem Appell, der bewusst gegen den Strom der aktuellen Debatte schwimmt: Die höchste Single-Rate aller Zeiten kommt nicht von ungefähr. Es wird aktiv daran gearbeitet, dass sich die Geschlechter nicht mehr verstehen. Das Fingerzeigen – „Männer, immer Männer, entschuldigt euch dafür, Männer zu sein" – spaltet gezielt. Die persönliche Entscheidung, die jeder treffen kann: sich nicht zur selektiven Entrüstungsarmee machen lassen. Menschen um sich scharen, die nicht in Ideologie gefangen sind. Positive Netzwerke aufbauen statt Energieräubern Raum zu geben.
