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Ich war quasi schon tot und verblutet! Unser wichtigster Podcast - Hopf & Kettner #4

20. Februar 2026 · Philip Hopf & Dominik Kettner

Darum geht's in dieser Folge

  • Dominiks Nahtoderlebnis: Ein kindskopfgroßer Tumor sprengte seine Aorta – er verblutete innerlich am selben Tag, als seine Frau ihren Sohn zur Welt brachte.
  • Schicksalsschläge als Erfolgsmotor: Beide beschreiben einschneidende Krisen – Philips drohende Gefängnisstrafe und Dominiks Todesnähe – als entscheidende Wendepunkte für ihren unbedingten Erfolgswillen.
  • Glaubenssätze und Manifestation: Seit über 13 Jahren nutzen beide unabhängig voneinander positive Affirmationen, die sie täglich laut und emotional aussprechen, um Ziele ins Unterbewusstsein zu verankern.
  • Werte als Kompass: Treue, radikale Selbstehrlichkeit und Beharrlichkeit (Tenacity) werden als nicht verhandelbare Grundpfeiler für nachhaltigen Erfolg genannt.
  • Dieselben drei Bücher: Ohne Absprache nennen beide exakt die gleiche Top-3-Leseliste – „Think and Grow Rich" von Napoleon Hill, „The Secret" von Rhonda Byrne und „Money" von Tony Robbins.
  • Stärken kennen, Schwächen delegieren: Beide betonen, dass ihr Erfolg auf klarer Rollenverteilung, starken Teams und dem frühen Einsatz von Assistenzen beruht – nicht auf Alleskönner-Mentalität.

Vom Nahtoderlebnis zum Lebensprinzip: Warum Schicksalsschläge der größte Katalysator für Erfolg sind

Diese Episode ist anders. Kein Marktkommentar, keine Analyse – sondern der vielleicht persönlichste Einblick, den Philip und Dominik je gegeben haben. Es geht um die Frage, was Menschen wirklich antreibt, die über Jahre hinweg konsequent aufbauen, wachsen und nicht aufhören. Die Antwort liegt nicht in Talent oder Intelligenz. Sie liegt in Momenten, die alles verändern.

Zwei Unternehmer, ein Muster: Verlustangst als Treibstoff

Philip spricht offen über eine Phase, in der er vor Gericht stand – eine körperliche Auseinandersetzung, die ihn beinahe ins Gefängnis gebracht hätte. In genau dieser Zeit begann er, sein mittlerweile völlig zerfleddertes schwarzes Notizbuch zu führen. Sein erster Glaubenssatz, geschrieben 2011: „Ich kontrolliere mein Leben." Ein Satz, geboren aus dem Gefühl totaler Kontrolllosigkeit.

Nicht andere, nicht mein Umfeld ist schuld an mir oder verantwortlich für die Ergebnisse meines Lebens, sondern das bin immer ich am Ende des Tages.

Bei Dominik war der Auslöser noch drastischer. Erst der Verlust der väterlichen Unternehmensstruktur – der Vater wurde aus seiner eigenen Firma mit 400 Mitarbeitern gedrängt und stand plötzlich mit gepackten Kartons vor ihm. Dann, Jahre später, die Diagnose: ein kindskopfgroßer Tumor an der Aorta.

Der Tag, an dem Leben und Tod zusammenfielen

Was Dominik dann schildert, ist schwer zu fassen. Seine Frau war schwanger, er wusste von dem Tumor. Am 10. Januar riss die Aorta – der Tumor hatte sie gesprengt. Dominik verblutete innerlich, während die Ärzte über Stunden nicht erkannten, was passierte. Am selben Tag brachte seine Frau ihren Sohn zur Welt.

Die Ärzte haben ihr gesagt: Bitte verabschieden Sie sich von Ihrem Mann, der ist verblutet.

Seine Frau ließ sich direkt aus dem Entbindungssaal in die Intensivstation rollen, legte den Neugeborenen auf Dominiks offenen Bauch – nur ein Pflaster trennte das Kind von den Organen. Das Bonding sollte stattfinden, egal was kommt.

Dominik beschreibt ein Nahtoderlebnis: eine tiefe, warme Stimme, die ihm anbot, loszulassen. Es wäre einfacher gewesen. Warm. Leicht. Er entschied sich zu bleiben – und wurde von einem Schlag zurück in seinen Körper gerissen. Als er die Augen öffnete, lag sein Sohn neben ihm.

Die Endlichkeit als Hebel

Ab diesem Moment war nichts mehr wie vorher. Keine Kompromisse. Keine aufgeschobenen Konflikte. Keine vertanen Gelegenheiten. Dominik bringt es auf eine simple Übung:

Nehmt ein Papierlineal mit einem Meter. Reißt ab, wie alt ihr seid. Reißt ab, wie alt ihr wahrscheinlich werdet. Dann schaut euch an, was übrig bleibt – und fragt euch, wie viele dieser Jahre ihr wirklich nutzen wollt.

Wer die Endlichkeit nicht spürt, hat keinen Leidensdruck. So einfach, so brutal.

Glaubenssätze: Kein Esoterik-Quatsch, sondern nachweisbarer Mechanismus

Beide arbeiten seit über 13 Jahren mit positiven Affirmationen – und beide wussten das nicht voneinander, bevor sie sich kennenlernten. Philip schreibt seine sieben Jahresziele jeden einzelnen Tag auf, seit dem 1. Januar. Immer in der gleichen Formel:

Ich bin froh und dankbar – so, als hätte ich es bereits erreicht. Dein Unterbewusstsein kennt nicht den Unterschied zwischen einem lebhaft hervorgetragenen Satz und der Realität.

Dominik geht noch einen Schritt weiter und verbindet seine Affirmationen mit körperlicher Bewegung – ein Klatschen, ein Schlag auf den Oberschenkel, eine Faust. Tony Robbins nennt es Incantations: Affirmationen mit physischer Energie aufgeladen.

Einige von Philips Glaubenssätzen, zum ersten Mal öffentlich vorgelesen:

  • „Ich kontrolliere mein Leben."
  • „Alles, was ich angehe, wird zum Erfolg."
  • „Ich bin ein Magnet für alles Gute."
  • „Durch meine Gedanken und meinen Glauben wird all geschehen, was ich mir wünsche und brauche – solange es zu meinem Besten ist."

Dominiks erster Glaubenssatz: „Ich bin ein Menschenmagnet für super erfolgreiche Menschen." – klingt platt, hat aber nachweislich funktioniert.

Der entscheidende Punkt: Jeder Mensch hat Glaubenssätze. Wer sie nicht bewusst setzt, lässt sie von äußeren Erlebnissen formen – und wundert sich dann, warum das Leben so läuft, wie es läuft.

Die Werte hinter dem Erfolg

Treue als Geschäftsindikator

Philip achtet bei Menschen in seinem Umfeld auf einen ganz bestimmten Faktor: Wie gehen sie mit ihrem Partner um? Wer seine Frau betrügt und das auch noch als Kavaliersdelikt trägt, zeigt eine Respektlosigkeit, die sich zwangsläufig auf Geschäftsbeziehungen überträgt.

Wenn ich mit einem Geschäftspartner zusammenarbeite und ich weiß, der betrügt seine Frau, dann weiß ich auch, dass er mich betrügen würde. Ausgeschlossen, dass so jemand in mein Umfeld kommt.

Dominik bestätigt: Genau diese Werte-Kompatibilität war es, die das Vertrauen zwischen ihnen so schnell entstehen ließ – noch bevor sie geschäftlich zusammenarbeiteten.

Beharrlichkeit schlägt Intelligenz

Der zweite Kernwert: Tenacity – Beharrlichkeit. Philip formuliert es kompromisslos: Es existiert nicht in seinem Wortschatz, bei etwas aufzugeben. Die These dahinter ist simpel und durch unzählige Beispiele belegt – es gibt massenhaft wohlhabende Menschen, die nicht sonderlich intelligent sind, aber eine absolute Durchhaltefähigkeit besitzen.

Dominik ergänzt mit einer Faustformel eines amerikanischen Unternehmers: 10 Stunden am Tag an einem Thema, 2 Jahre lang – und du überholst 90 Prozent. 10 Jahre – du bist im letzten Prozent. 30 Jahre – du bist der Beste der Welt.

Gnadenlose Ehrlichkeit mit sich selbst

Der dritte Wert, den Dominik einbringt: Selbstehrlichkeit. Nicht die Ehrlichkeit nach außen – die kommt als Nebenprodukt. Sondern die Fähigkeit, sich nicht selbst anzulügen. Das mächtigste Wort im Wortschatz erfolgreicher Menschen ist nicht „Ja", sondern „Nein".

Erfolgreich bin ich in meinem Leben nicht durch das Wort Ja geworden, sondern durch das Wort Nein.

Unternehmertum: Unterschiedliche Modelle, gleiche Prinzipien

Philip arbeitet im Dreier-Gespann mit seinem Bruder Christopher und Philip Klinkmüller. Klare Rollenverteilung: Philip macht Öffentlichkeitsarbeit und Marketing, die anderen steuern Analyse und Management. Er sagt selbst ohne falsche Bescheidenheit: Ohne diese Aufteilung wäre er „ein Straßenmusikant". Die Entscheidung, sich nicht gegenseitig reinzureden, sondern vor der eigenen Tür zu kehren, war der Wendepunkt für das Unternehmen.

Dominik führt Kettner Edelmetalle – fast 100 Mitarbeiter, einer der größten E-Commerce-Edelmetallhändler Deutschlands, umsatzmäßig 12 bis 15 Mal größer als Philips Unternehmen. Sein Erfolgsgeheimnis auf der operativen Seite: starke Assistenz, die Prozesse komplett kennt, und eine militärisch präzise Struktur, die er gemeinsam mit seinem Vater aufgebaut hat.

Beide geben denselben Rat für angehende Unternehmer: Holt euch viel früher Entlastung durch enge Assistenz. Was nicht im Kalender steht, wird nicht gemacht.

Die drei Bücher, die alles verändert haben

Zum Schluss der Episode die Frage nach den drei wichtigsten Büchern – und dann passiert etwas, das beide sichtlich erschüttert: Sie nennen exakt die gleichen drei Titel in der gleichen Reihenfolge, ohne sich abgesprochen zu haben.

  • „Think and Grow Rich" von Napoleon Hill – Philip hat es 21 Mal gelesen, Dominik über 30 Mal
  • „The Secret" von Rhonda Byrne – das Buch, das Philip an den Anfang seiner Reise mit Manifestation und Visualisierung brachte. Wer nicht lesen will: Es gibt auch den Film.
  • „Money" von Tony Robbins – in dem Robbins Multimilliardäre interviewt und immer wieder die gleichen Muster findet. Nicht unterschiedliche Strategien, sondern identische Prinzipien.

Drei Bücher, zwei unabhängige Wege, dasselbe Ergebnis. Wer noch einen Beweis braucht, dass diese Prinzipien funktionieren – hier sitzt er. Doppelt.