Sie wollten mich töten: Hinterlistiger Antifa-Angriff auf Journalist! Hopf & Kettner #44
15. Juli 2026 · Philip Hopf & Dominik Kettner
Darum geht's in dieser Folge
- Wim Derksen (Social-Media-Chef der Jungen Freiheit) berichtet von einem hinterhältigen Antifa-Angriff mit abgebrochenen Weingläsern als Stichwaffen bei der Berlinale 2019 – die Presse vor Ort ignorierte den Vorfall und meldete stattdessen, die AfD sei nicht erschienen.
- Sein privates Auto wurde nachts gezielt angezündet – mit professioneller Methode (Brennbrikett auf dem Reifen), ein bewusster Einschüchterungsversuch gegen sein politisches Engagement.
- Ein Dossier des Justizministeriums Niedersachsen listet die Junge Freiheit neben Neonazi-Magazinen als Erkennungszeichen für Rechtsextremismus – finanziert durch ein staatliches Programm mit 33,4 Millionen Euro Jahresbudget und 400 Vollzeitstellen.
- Eine staatliche Beratungshotline behandelt Leser der Jungen Freiheit wie Radikalisierungsfälle – der eigene Vater wird im Gespräch als „Täter" bezeichnet, das Umfeld als „Betroffene" beraten.
- Derksen schildert den Verfall Berlins und deutscher Großstädte als sichtbares Zeichen gesellschaftlicher Erosion – von verwahrlosten Straßen über Parallelgesellschaften bis hin zu Zuständen in der Mannheimer Innenstadt nach dem Stürzenberger-Attentat.
- Die Junge Freiheit finanziert sich komplett unabhängig über Abonnenten, kämpft juristisch gegen die staatliche Stigmatisierung und sieht im Internet die entscheidende Waffe zur Verteidigung der Pressefreiheit.
Vermummte mit Quarzhandschuhen und zerbrochenen Weingläsern: Ein Journalist berichtet
Wim Derksen, seit 2023 Social-Media-Chef der Jungen Freiheit, erzählt in dieser Folge, was es bedeutet, in Deutschland auf der falschen Seite der sogenannten Brandmauer zu stehen. Nicht theoretisch, nicht abstrakt – sondern mit Platzwunden, einem ausgebrannten Auto und einem Staat, der wegschaut oder mitmacht.
Hinterhalt vor dem Kino International
2019 lud der damalige Berlinale-Chef die AfD öffentlich ein, sich einen Holocaust-Film anzusehen – angeblich, damit die Partei „aus der Geschichte lernt". Wim nahm die Einladung an, organisierte Tickets, ging mit Freunden zur Vorstellung. 50 Meter vor dem Kino International an der Karl-Marx-Allee sprangen vermummte Gestalten aus der Dunkelheit: Sturmhauben, Quarzhandschuhe, zerbrochene Weingläser als Stichwaffen.
Das ging so schnell. Wir haben uns gewehrt, wir haben geschrien. Als wir guckten, sahen wir zerbrochene Gläser. Meine Freunde hatten Platzwunden.
Erst zu Hause entdeckte Wim Blut an seinem Oberarm. Der Angreifer hatte nicht geschlagen – er hatte mit dem abgebrochenen Stiel eines Weinglases zugestochen. Die dicke Winterkleidung rettete ihn. Die Wahl der Waffe war kein Zufall: Weingläser gelten bei einer Polizeikontrolle nicht als Tatwaffen. Kalkuliert, hinterlistig, auf maximalen Schaden ausgelegt.
Wenn er hier mich getroffen hat und ich bin groß – wohin hat er gezielt?
Die Presse stand derweil im Kino und wartete auf die AfD-Delegation. Die Journalisten sahen den Übergriff. Niemand kam rüber. Am nächsten Morgen die Schlagzeile: „AfD schlägt Einladung aus. Niemand gekommen."
Das brennende Auto vor der eigenen Haustür
Der zweite Angriff kam nachts. Wim kandidierte als Direktkandidat für die AfD in Berlin-Mahlsdorf – aussichtslos, aber sichtbar. Um ein Uhr nachts machte er das Licht aus. Zehn Minuten später klingelte der Nachbar.
Dein Auto brennt. Ich gucke raus – vor der Tür steht unser Auto in Lichterloh-Flammen.
Kein zufälliger Berliner Autobrand. Mahlsdorf liegt am Stadtrand, eine bürgerliche Gegend, wo keine Antifa zufällig vorbeischlendert. Jemand war gezielt hingefahren, wusste genau, welches Auto Wim gehört, und wartete offenbar, bis das Licht in der Wohnung ausging. Die Methode: ein Grillbrikett auf den Reifen gelegt, windgeschützt im Radkasten. Unauffällig, geräuschlos, verheerend. In zehn Minuten steht das ganze Auto in Flammen.
Ich will diskutieren. Ich will mich austauschen. Die wollen nicht. Die wollen dich fast wortwörtlich tot sehen.
Der Staat als Angreifer: Das Dossier aus Niedersachsen
Was Wim als politisch Aktiver am eigenen Leib erlebte, erlebt die Junge Freiheit als Institution seit ihrer Gründung 1986. Der jüngste Fall: ein 99-seitiges Dossier des Justizministeriums Niedersachsen, herausgegeben vom Ambulanten Justizsozialdienst – keine NGO, sondern eine dem Ministerium direkt unterstellte Behörde. Finanziert mit 33,4 Millionen Euro Jahresbudget und rund 400 Vollzeitstellen.
In diesem Dossier über „Codes und Symbole der rechten Szene" landet die Junge Freiheit – eine auflagenstarke, rechtskonservative Wochenzeitung – in einem Topf mit Neonazi-Lifestyle-Magazinen wie „NS heute" und „Schwertträger", einem Heft, das Soldaten des Dritten Reichs und ihre „Waffentaten" huldigt. Daneben: das Mystery-Magazin, ein australisches Nexus-Magazin, der Kopp-Verlag.
Die Einordnung der Jungen Freiheit im Dossier liest sich wie ein Geständnis der eigenen Absurdität:
Die Wochenzeitung für Debatte versucht sich politisch eher neutral zu geben, indem sie auch demokratische Politiker interviewt. Insgesamt gibt sie sich rechtskonservativ, um ein breiteres Publikum anzusprechen.
Im Klartext: Dass die Zeitung normale, demokratisch gewählte Politiker interviewt, wird als Tarnstrategie eingestuft. Der journalistische Grundsatz, verschiedene Stimmen zu Wort kommen zu lassen, wird zum Verdachtsmoment umgedeutet.
Die Beratungs-Hotline: Wenn der Vater zur Jungen Freiheit greift
Wim und sein Team riefen die zugehörige Beratungs-Hotline an – mit versteckter Kamera. Das Szenario: Ein besorgter Sohn findet beim Vater die Junge Freiheit auf dem Kaffeetisch. Die Reaktion des Beraters ist entlarvend. Der Vater wird als „Täter" klassifiziert, der Sohn als „Betroffener". Für den Vater gibt es eine eigene Betreuungsstelle, für das „Umfeld" das Programm Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus.
Ein Vater, der eine legale, rechtskonservative Wochenzeitung liest, wird vom Staat behandelt wie ein Radikalisierungsfall. Finanziert mit Steuergeldern, ohne jede gerichtliche oder verfassungsschutzrechtliche Grundlage.
Das System hinter dem System
Philip und Dominik bohren nach: 33,4 Millionen Euro, über 20 Millionen allein für Personalkosten – wofür? Der Ambulante Justizsozialdienst ist keine NGO, die sich auf Förderprojekte bewerben muss. Das Geld fließt direkt aus dem Ministerium, ohne Ausschreibung, auf Dauer. Solange der Justizminister grünes Licht gibt, läuft der Laden.
Wim ordnet ein: Das ist kein Einzelfall, sondern Struktur. Der Staat hat gelernt, die Drecksarbeit an scheinbar unabhängige Stellen auszulagern. Wenn es schiefgeht, heißt es: „Das sind unabhängige Organisationen, wir mischen uns nicht ein." Aber die Finanzierung kommt direkt aus dem Ministerium, die inhaltliche Ausrichtung ist eindeutig.
Immerhin: Als die anwaltliche Post der Jungen Freiheit eintraf, wurde das Dossier sofort von der Website genommen – ohne den Rechtsvorwurf einzugestehen, aber ein Signal der Schwäche. Die Zeitung will juristisch weitergehen.
Debanking und die Geschichte der Jungen Freiheit
Auch beim Thema Debanking – dem gezielten Abschneiden von Bankkonten – kennt die Junge Freiheit die Realität. Bereits 1995, nach einem Brandanschlag auf ihre Druckerei, reagierte der Staat nicht etwa mit Schutz der Pressefreiheit, sondern begann, die Zeitung durch den Verfassungsschutz beobachten zu lassen. Die Postbank kündigte damals das Konto. Der Gründer Dieter Stein kämpfte zehn Jahre gegen den Verfassungsschutz – und gewann.
Wim berichtet auch von systematischer Obstruktion durch die Sparkasse gegenüber der Jungen Alternative: Jede Bearbeitung verzögert, jeder Schritt blockiert, Ansprechpartner permanent „im Urlaub". Nicht die offene Kündigung, sondern die bürokratische Zermürbung.
Mannheim, Parallelgesellschaften und der Verfall
Das Gespräch weitet sich. Wim war nach dem Messerangriff auf Michael Stürzenberger in Mannheim vor Ort – die Redaktion reagierte in Minuten, er sprang ins Auto, flog nach Frankfurt, war eine halbe Stunde später am Tatort. Was er dort sah, beschreibt er als dystopisch: arabische Schriftzeichen überall, kaum noch deutsche Gesichter, Wahlplakate zur Kommunalwahl mit ausschließlich arabischen und türkischen Namen.
Allein dadurch, dass wir Deutsche sind, fallen wir dort auf.
Philip zieht die Parallele zu Frankreich – Gangs in Marseille, die mit AK-47 von Balkonen feuern – und zu Großbritannien mit seinen mittlerweile 14 streng muslimischen Bürgermeistern. Deutschland sei noch nicht so weit, aber die Mathematik sei simpel.
Wim sieht die Zukunft in Parallelgesellschaften: Die autochtone Bevölkerung zieht raus aus den Städten, sobald Kinder kommen. Im Osten entstehen „blühende Landschaften", die sich anfühlen wie Deutschland vor 20 Jahren. In den Innenstädten bleiben die, deren Miete vom Jobcenter bezahlt wird.
Berlin als Anschauungsmaterial
Philip und Dominik kommen gerade von einem Spaziergang durch Berlin zurück – und sind fassungslos. Meterhohes Unkraut an den Straßenrändern, Matratzen auf dem Gehweg, Grasbüschel zwischen den Steinplatten. Wim erklärt: Die grün regierten Bezirke labeln das als Artenschutz. Dreispurige Straßen werden auf zwei verengt, Baustellen stehen ohne Arbeiter, die BVG-Bahnen sind ein Albtraum.
Wenn du die Regeln abschaffst, wenn du sagst, alles geht, macht was ihr wollt – das Einzige, was rauskommt, ist immer Wahnsinn.
Die Waffe heißt Öffentlichkeit
Was sich durch alles zieht – die Angriffe auf Wim persönlich, die Brandanschläge, die staatlichen Dossiers, das Debanking: Die Gegenstrategie der Jungen Freiheit war immer dieselbe. Nicht klein beigeben, sondern in die Gegenoffensive gehen. Nach dem Überfall vor dem Kino filmten sie sofort eigene Statements mit den Platzwunden. Nach dem Autobrand postete Wim noch in derselben Nacht das Video.
Heute haben wir das Glück: das Internet. Dass wir sofort alles hochladen können. Das ist unsere Waffe. Die Realität, die Wahrheit ist am Ende unsere Waffe.
Die Junge Freiheit finanziert sich ausschließlich über Abonnenten – 70 Prozent Print, 30 Prozent online. Keine Staatsgelder, keine Stiftungen, keine Konzerne im Rücken. Gerade das macht sie angreifbar – und gerade das macht sie unabhängig.
